Gebrauchter Tag im Breisgau – VIMODROM Baskets Jena verlieren in Freiburg
Spielberichte & Analysen
Sechs Stunden Fahrt, mehrere unvorhersehbare Staus, ein langer Tag auf der Autobahn – und am Ende leider kein Happy End für die VIMODROM Baskets Jena. Das Auswärtsspiel bei den Eisvögeln USC Freiburg 2 endete mit einer 54:81-Niederlage, die sich das Team deutlich anders vorgestellt hatte.
Trotz der anstrengenden Anreise und eines zähen Starts war der Wille spürbar: Die Mannschaft wollte nach dem Sprungball sofort ins Spiel finden und ihre eigenen Stärken ausspielen. Doch Freiburg präsentierte sich von Beginn an frischer, wacher und treffsicherer. Die Gastgeberinnen kontrollierten das Tempo und zwangen Jena früh in schwierige Würfe.
Vor allem von außen traf Freiburg nahezu nach Belieben – Stephanie Wagner (4/4 Dreier) und Lara Gierlich (3/5) legten mit Präzision und Selbstvertrauen vor. Jena kämpfte tapfer, suchte nach Antworten und drängte immer wieder unter den Korb, doch der sprichwörtliche „Deckel auf dem Ring“ machte es an diesem Tag besonders schwer.
Ein Lichtblick war einmal mehr Marta Miscenko, die mit 21 Punkten und 13 Rebounds ein starkes Double-Double auflegte. Auch Cianna Gloster (13 Punkte, 7 Rebounds) und Laila Walker (11 Punkte) stemmten sich energisch gegen die Niederlage, konnten aber den Lauf der Freiburgerinnen nicht stoppen. Zu viele Ballverluste und verpasste Chancen in der Offensive machten es dem Gegner leicht, den Vorsprung konstant auszubauen.
Trotz des deutlichen Ergebnisses zeigte sich das Team nach Spielende selbstkritisch, aber geschlossen. „Wir wissen, dass wir besser spielen können, als wir es heute gezeigt haben. Es war ein schwieriger Tag – aber kein Grund, den Kopf hängen zu lassen“, lautete der Tenor aus der Mannschaft.
Nun gilt der Blick nach vorn: Am kommenden Wochenende steht die 3. Runde im DBBL-Pokal an, erneut auswärts – beim Lou’s Foodtruck MTV Stuttgart. Dort wollen die VIMODROM Baskets Jena die kleine Niederlagenserie beenden und mit neuer Energie zurückschlagen. Die Stimmung im Team ist trotz des Ergebnisses positiv: Die Spielerinnen wissen, dass sie die Qualität haben, um den Trend zu drehen – es braucht nur das richtige Timing, das passende Quäntchen Glück und einen freien Korb.
Die Motivation ist da. Der nächste Roadtrip wartet – und diesmal soll er mit einem Sieg enden.