Mission erfüllt: Jena knackt die 100er-Marke und sichert sich vorzeitig den Ligaverbleib
Es war einer dieser Abende, an denen der Korb für die Heimmannschaft so groß wie ein Ozean schien. Die VIMODROM Baskets Jena feierten am Samstagabend ein Offensiv-Feuerwerk der Extraklasse und knackten beim 100:66-Heimsieg gegen den ASC Theresianum Mainz zum ersten Mal in dieser Spielzeit die magische 100-Punkte-Marke.
Von der ersten Sekunde an spürten die 65 Zuschauer im MTC, dass das Team von Trainerin Sandra Rosanke auf Wiedergutmachung aus war. Jena startete mit extrem hohem Tempo. Während Mainz in der Anfangsphase durch die individuelle Klasse von Taylor Golembiewski (27 Punkte) noch Schritt halten konnte, brannte Jena im ersten Viertel (29:20) ein wahres Dreier-Festival ab. Angeführt von einer entfesselten Taylor Brooke Robertson, die das Spiel mit chirurgischer Präzision lenkte, erspielten sich die Gastgeberinnen schnell einen zweistelligen Vorsprung.
Der entscheidende Schlag erfolgte im zweiten Viertel. Jena schaltete defensiv zwei Gänge hoch. Die Pressverteidigung zwang die Mainzerinnen immer wieder zu überhasteten Abschlüssen und insgesamt 18 Ballverlusten. Während die Gäste offensiv kaum noch Lösungen fanden, dominierte Marta Miscenko die Zone nach Belieben. Mit einer unglaublichen Präsenz pflückte sie 18 Rebounds vom Brett – fast so viele wie das gesamte Mainzer Team (19) zusammen. Zur Halbzeit war beim Stand von 51:31 bereits eine Vorentscheidung gefallen.
Auch nach dem Seitenwechsel dachte Jena nicht daran, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen. Cianna Gloster wirbelte die Mainzer Abwehr immer wieder mit schnellen Drives durcheinander, während die Ballstafetten (17 Assists insgesamt) flüssig durch die eigenen Reihen liefen. Im Schlussviertel erhoben sich die Fans von ihren Sitzen, als die Frage nur noch lautete: Fällt die 100? Mit dem letzten erfolgreichen Wurf war es vollbracht – ein symbolischer Schlusspunkt unter eine Partie, in der Jena in allen statistischen Belangen (42:19 Rebounds, 12 Dreier) haushoch überlegen war.
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Foto: Kai Oehler