Bitteres Ende einer tollen Reise: Pokal-Aus nach großem Kampf in Saalfeld
Foto: Peter Scholz
Es war alles angerichtet für einen besonderen Pokalabend: Über 150 Zuschauer sorgten in der Dreifelderhalle „Grüne Mitte“ in Saalfeld für eine großartige Atmosphäre. Doch am Ende fehlte uns das letzte Quäntchen Glück und Abgezocktheit. Im Achtelfinale des DBBL-Pokals mussten wir uns am Mittwochabend den QOOL Sharks Würzburg knapp mit 63:68 geschlagen geben. Natürlich überwiegt kurz nach der Sirene die Enttäuschung, aber mit etwas Abstand blicken wir stolz auf das Erreichte: Als Aufsteiger bis unter die besten 16 Teams Deutschlands gekommen zu sein, ist ein Erfolg, den uns keiner mehr nehmen kann.
Das Spiel war ein Spiegelbild zweier unterschiedlicher Philosophien. Wir haben den Kampf unter den Körben angenommen – und gewonnen. Mit 41 zu 31 Rebounds (davon starke 16 am offensiven Brett) haben wir die Hoheit in der Zone gehabt. Besonders unser Center-Duo Marta Miscenko (12 Punkte, 10 Rebounds) und Cianna Gloster (9 Punkte, 16 Rebounds) hat dort Schwerstarbeit verrichtet.
Dass es am Ende nicht gereicht hat, lag an der unglaublichen Treffsicherheit der Gäste aus der Distanz. Würzburgs Kathleen Anne Hill erwischte einen absoluten Sahnetag (24 Punkte) und traf 6 ihrer 7 Dreierversuche. Immer wenn wir dran waren, fiel ein Wurf von „Downtown“. Insgesamt kassierten wir 13 Dreier. Dagegen hielt vor allem Annika Schwarz, die offensiv unser Motor war und mit 23 Punkten und selbst 5 Dreiern eine bärenstarke Leistung ablieferte.
Wenn man die Statistiken liest, wird klar, wo wir das Spiel verloren haben. Wir haben uns das Leben durch 19 Ballverluste (Turnover) selbst schwer gemacht, während Würzburg den Ball sicher laufen ließ (nur 7 Turnover). Diese geschenkten Angriffe, gepaart mit einer Freiwurfquote von unter 50 Prozent (8/17), waren am Ende zu viel, um einen so treffsicheren Gegner zu schlagen.
Danke, Saalfeld!
Dass dieser Abend trotzdem als Highlight in unserer Saison stehen bleibt, liegt an den großartigen Gastgebern. Wir möchten uns von Herzen bedanken: Bei der Stadt Saalfeld für die Bereitstellung der Halle, beim 1. SSV Saalfeld 92 e.V. und den Frauen des FFC Saalfeld für die Unterstützung. Ein riesiges Dankeschön geht an alle ehrenamtlichen Helfer, die vom Einlass bis zum Catering diesen Umzug erst möglich gemacht haben. Wir haben uns in der „Grünen Mitte“ unglaublich willkommen gefühlt. Ihr habt diesen Pokalabend zu einem Heimspiel gemacht!
Blick nach vorn: Auf nach Apolda
Mund abputzen, weiterkämpfen. Der Pokal ist Geschichte, jetzt zählt wieder die Liga. Schon am kommenden Sonntag geht es weiter – und wieder sind wir „on tour“. Für unser Heimspiel gegen Ulm ziehen wir nach Apolda um. Wir nehmen die starke Rebound-Arbeit aus Saalfeld mit, stellen die Fehler ab und wollen uns am Sonntag gemeinsam mit euch den nächsten Sieg holen.