Auswärtssieg in der Festung Badria: VIMODROM Baskets Jena schlagen Wasserburg 76:66
Ein Rumpfkader, 14 Dreier und ein eiserner Wille: Wir entführen am Sonntagabend in der 2. DBBL Süd nach einer wahren Defense-Schlacht zwei enorm wichtige Punkte aus Wasserburg. In einer hitzigen Atmosphäre bewiesen wir trotz einer stark verkürzten 8-Frau-Rotation den längeren Atem und setzten uns am Ende verdient mit 76:66 durch.
Das Spiel in der altehrwürdigen Badria-Halle begann mit einem enorm hohen Pace. Wasserburg versuchte früh, den Rhythmus unserer Baskets durch aggressive Ganzfeldpresse zu stören, doch wir fanden im Transition-Game schnell die richtigen Antworten. Allen voran Taylor Brooke Robertson (32 Pkt.) zeigte früh, dass sie heute "on fire" war. So gut wie jeder freie Wurf von der Dreierlinie wurde mit gnadenloser Präzision eingenetzt.
Doch die Gastgeberinnen ließen sich nicht abschütteln. Immer wieder nutzte der TSV im zweiten Viertel Lücken in unserer Pick-and-Roll-Defense, um sich an der Freiwurflinie oder durch harte Drives zurückzukämpfen. Cianna Gloster (8 Pkt.) und Annika Schwarz (5 Pkt.) setzten in dieser Phase wichtige offensive Nadelstiche, um die Führung zu behaupten. Mit einem hauchdünnen 39:38-Vorsprung für unsere Baskets ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel mutierte das Spiel zunehmend zu einer echten Defense-Schlacht. Die physische Intensität nahm zu, und jeder Korb musste hart erarbeitet werden. Hier war es vor allem Marta Miscenko (16 Pkt.), die unter den Körben die absolute Lufthoheit demonstrierte. Mit konsequentem Box-out hielt sie die zweiten Chancen der Wasserburgerinnen auf ein Minimum.
Als Wasserburg im vierten Viertel das Momentum auf seine Seite zu ziehen schien und das Publikum lautstark erwachte, schlug die Stunde der Laila Walker (15 Pkt.). Mit enormem Zug zum Korb durchbrach sie mehrfach die gegnerische Zonenverteidigung und riss das Spiel an sich. In der entscheidenden Crunchtime war es dann jedoch erneut Robertson, die dem Gegner den Stecker zog: Mit einer schier unfassbaren Quote von 56 % von "Downtown" (9 von 16 Dreiern!) versenkte sie die entscheidenden Würfe.
Auch wenn sie nicht auf dem Scoreboard auftauchten: Die kurze Rotation verlangte jedem alles ab. Annika Heck (0 Pkt.), Stella Nwaobi (0 Pkt.) und Laura Thiele (0 Pkt.) opferten sich in der Defensive auf, spielten aggressive Help-Defense und sicherten durch unermüdliche Hustle-Plays den verdienten Auswärtssieg.
Die 431 Zuschauer in der Halle verwandelten das Badria in einen absoluten Hexenkessel. Die Stimmung auf den Rängen war extrem hitzig, doch die Schiedsrichter überzeugten mit einer sehr guten Leistung und hatten das intensive Spiel zu jeder Zeit souverän und fest im Griff. Auch wir behielten stets den kühleren Kopf, ließen uns von der aufgewühlten Atmosphäre nicht anstecken und bestraften die gegnerischen Fehler eiskalt. Wir wollten diesen Sieg heute einfach mehr.
Sandra Rosanke: "Was die Mädels heute geleistet haben, ist kaum in Worte zu fassen. Wir kamen mit einer 8er-Rotation hierher, in eine Halle, in der es extrem schwer ist zu bestehen. Die intensive Gangart hat es uns nicht leicht gemacht, aber wir haben als absolute Einheit verteidigt. Taylors Wurfquote war heute schlichtweg nicht von dieser Welt."
Es steht nun eine reguläre Trainingswoche an, bevor am kommenden Samstag mit den USC Eisvögeln Freiburg 2 der nächste schwere Gegner bei uns in Jena gastiert. Das Heimspiel steigt, am 04.04.2026 18Uhr, im vertrauten meTecno-Court (MTC) an der Keßlerstraße. Wenn wir die Leidenschaft aus Wasserburg beibehalten, dürfen sich unsere Fans auf ein echtes Basketball-Fest freuen.
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