Nach dem ersten Sieg wartet die beste Offensive der Liga
Eine Woche nach unserem ersten Saisonsieg geht es nach München. Am Samstag, 7. November, treten wir um 17:15 Uhr in der Großen Jahnhalle bei TS Jahn München an. Der Aufsteiger steht nach fünf Spieltagen mit 6:4 Punkten auf Platz acht, wir mit 2:8 Punkten auf Platz zehn. Auswärts haben wir in dieser Saison noch nicht gewonnen. Das wollen wir am Samstag ändern.
Das 82:76 gegen Rhein-Main hat gezeigt, was möglich ist, wenn wir ein Spiel von Anfang an in die Hand nehmen. Nach sieben Minuten stand es 20:6, und die Führung haben wir bis zum Schluss nicht mehr abgegeben. Jada Smith kam auf 31 Punkte und 11 Rebounds, Annika Heck auf 13 Punkte, und Lina Lieckfeld traf in ihrer ersten Startformation für 12. Woran wir weiter arbeiten müssen, sind die Ballverluste: 19 waren es in Bad Homburg, 20 gegen Rhein-Main.
Genau das kann in München teuer werden. Die Mannschaft von Headcoach Stavros Tsoraklidis hat in fünf Spielen 391 Punkte erzielt, so viele wie kein anderes Team der Liga, und holt sich im Schnitt gut zehn Bälle pro Spiel. Der Kader ist sehr jung, neun der zwölf eingesetzten Spielerinnen sind noch keine 20. Die Älteste ist die wichtigste: Natalie Kleemann-Day, 36 Jahre alt, kommt auf 15,4 Punkte und 9,2 Rebounds im Schnitt. Maria Perner hat 16 ihrer 29 Dreier getroffen, das ist mehr als die Hälfte aller Münchner Dreier.
München ist schnell in der neuen Liga angekommen. In der vergangenen Saison stieg das Team ungeschlagen aus der Regionalliga auf, jetzt gewann es gleich auswärts in Heidelberg und Stuttgart. Zuletzt verlor München in Wasserburg mit 64:65, die Entscheidung fiel sechs Sekunden vor Schluss an der Freiwurflinie. Zu Hause gab es ein 89:65 gegen Rhein-Main und ein 79:89 gegen Bamberg. Am Samstag spielt München zum ersten Mal seit drei Wochen wieder in der eigenen Halle.
Für uns heißt das: den Ball festhalten, Kleemann-Day unter dem Korb beschäftigen und Perner an der Dreierlinie keinen freien Wurf lassen. Wer in München oder in der Nähe wohnt, kann uns in der Großen Jahnhalle in der Weltenburger Straße 53 anfeuern. Alle anderen drücken uns von Jena aus die Daumen.